1. Gedenke Deines Schöpfers in Deiner Jugend,
ehe denn die schlimmen Tage kommen
und die Jahre hinzutreten,
 von denen Du sagen wirst:

Sie gefallen mir nicht

2. ehe denn die Sonne und das Licht,
Mond und Sterne finster werden
und Wolken wieder kommen
nach dem Regen

3. zur Zeit, wenn die Hüter im Hause zittern,
und sich krümmen die Starken,
und müßig stehn die Müller,
weil ihrer so wenig geworden sind

und finster werden,
die durch die Fenster sehen

4. und die Türen an der Gasse geschlossen werden,
daß die Stimme der Mühle leise wird,
und man erwacht,
wenn der Vogel singt,
und gedämpft
sind alle Töchter des Gesangs
5. wenn man auch vor Höhen sich fürchtet
und sich scheut auf dem Wege;
wenn der Mandelbaum blüht,
und die Heuschrecke beladen wird,
und alle Lust vergeht

(denn der Mensch fährt hin,
da er ewig bleibt,
und die Klagelaute
gehen umher auf der Gasse)

6. ehe denn der silberne Strick wegkomme
und die goldene Schale zerbreche,
und der Eimer zerfalle an der Quelle
und das Rad zerbrochen werde
am Born
7. Denn der Staub muß wieder
zu der Erde kommen,
wie er gewesen ist,

und der Geist
wieder zu Gott
der ihn gegeben hat

8. Es ist alles ganz eitel,
sprach der Prediger,
ganz eitel

Prediger 12, 1-9